Timm Schneider erhält Zweitspielrecht beim TVH
Timm Schneider, Nachwuchsspieler des Handball-Bundesligisten HSG Wetzlar, wird in der kommenden Saison ein Zweitspielrecht für den benachbarten TV Hüttenberg erhalten. Der vielseitig einsetzbare 22jährige bekommt dadurch die Chance, sich über entsprechende Spielanteile in der 2. Handball-Bundesliga sportlich weiterzuentwickeln. Darüber hinaus wird er das Team des TV Hüttenberg in der anstehenden Qualifikationsrunde zur eingleisigen 2. Handball-Bundesliga verstärken.
Der Zweitligist TV Hüttenberg und der Bundesligist HSG Wetzlar gehen damit in Sachen Talentförderung gemeinsame Wege. Auch wenn es nicht die erste Vereinbarung eines Zweitspielrechtes zwischen den beiden Traditionsvereinen ist, so darf die aktuelle Vereinbarung doch höher bewertet werden. Die Verantwortlichen beider Vereine wollen sich in ihren Bestrebungen junge Talente aus der Region weiter zu entwicklen und so an die Handball-Hochburg Mittelhessen zu binden, zukünftig stärker unterstützen und gegenseitig ergänzen.
Timm Schneider wird durch die Maßnahme für beide Vereine auflaufen können. Das Erstzugriffsrecht liegt dabei bei der HSG Wetzlar. Zwischen den Vereinen ist jedoch abgestimmt, dass der Rechtshänder vorrangig für den Süd- Zweitligisten auf Torejagd geht und bei Bedarf den Kader der HSG Wetzlar bei den Bundesligaspielen komplettiert. Ziel ist es, dem jungen Allrounder über das Zweitspielrecht noch mehr Spielanteile und Wettkampfpraxis zu geben.
Er wird, je nach Spieltagsgestaltung und in Abstimmung zwischen den Trainern Michael Roth und Jan Gorr, an den Trainingseinheiten beider Teams teilnehmen. Seine Handballkarierre begann der 1,96 m große Rückraumspieler bei der HSG Pohlheim. Nach seinem Wechsel zur HSG Wetzlar hatte er sich stetig weiter entwickelt und in der zweiten Saisonhälfte 2009/2010 unter Beweis gestellt, welches handballerische Potenzial er besitzt.
„Ich freue mich auf die neue Saison und meine Aufgaben in Wetzlar und Hüttenberg. Ganz sicher wird es für mich eine anspruchsvolle Zeit mit viel Training, denn beim TVH beginnt die Vorbereitung ja schon kommende Woche”, erklärte Schneider und ergänzte: „Ich hoffe, dass ich die Erwartungen erfüllen und mich durch das Zweitspielrecht in Hüttenberg sportlich weiterentwickeln kann, um auch künftig auch in Wetzlar, in der 1. Handball- Bundesliga, meinen Mann stehen zu können. Die letzten Spiele der abgelaufenen Saison liefen gut für mich und ich hoffe, in beiden Teams daran anknüpfen zu können.“
„Timm ist im Angriff wie in der Abwehr vielseitig einsetzbar. Er kann bei uns nicht nur auf der Rückraumposition für Entlastung sorgen. Timm wird uns dabei helfen können, die anstehende Qualifikation zur eingleisigen 2. HBL zu meistern“, ist sich Hüttenbergs Coach Jan Gorr sicher. „Dass Timm sich für das Zweitspielrecht in Hüttenberg entschieden hat, ist genau der richtige Weg. Er hat bei uns in der abgelaufenen Saison angedeutet, zu welchen Leistungen er in Angriff und Abwehr in der Lage ist. Jetzt gilt es für ihn den nächsten Schritt zu machen und in Hüttenberg zu einer festen Größe in der 2. Liga zu werden“, begrüße Wetzlars Trainer Michael Roth das Jointventure der beiden ansonsten rivalisierenden Vereine.
„Sein Zweitspielrecht ist der erste Schritt in eine hoffentlich erfolgreiche Kooperation mit dem TV Hüttenberg in Sachen Förderung heimischer Talente. Es muss das Bestreben unserer Vereine sein, diesen Spielern Entwicklungsmöglichkeiten zu geben – davon können und werden alle Seiten, Spieler und Clubs, nur profitieren“, erläuterte HSG-Manager Sascha Schnobrich die durchaus für die Zukunft richtungsweisende Personalie. Auch im Hüttenberger Lager sah man die Bedeutung für die Zusammenarbeit der beiden mittelhessischen Vereine. „Wenn sich die HSG Wetzlar und der TV Hüttenberg bei der Weiterentwicklung junger Spielern nun enger abstimmen, ist das eine gute Sache für unsere Handballregion“, erläuterte Lothar Webher von der Hüttenberger Spielbetriebs-GmbH.
Quelle: handball-world.com